20. Oktober 2011 - 13:59
Silberdrache

Bubble Tanks TD 1.5 - Testbericht

Bubble Tanks TD 1.5 ist eine verbesserte Version von Bubble Tanks TD. Es gibt 4 neue Türme, 4 neue Arten von Gegnern und 15 neue Karten. Natürlich sind aber auch die alten Karten spielbar, in überarbeiteter Form mit den neuen Gegnern und Türmen.

Gameplay
Nachdem sich die Macher der beliebten Desktop TD-Reihe auf Facebook zurückgezogen haben, hat HeroInteractive die entstandene Lücke erkannt und mit seinen Bubble Tanks TD-Spielen diese Lücke ausgefüllt. Sprich: Wer sich beim Spielen von Bubble Tanks TD an Desktop TD erinnert fühlt, liegt da nicht ganz falsch.

Die Karten sind größtenteils offen und man muss die Türme direkt in die Pfade der Gegner setzen, um diese so dazu zu zwingen, einen möglichst langen Pfad zum Ziel zu nehmen. Auch wenn diese Technik ‚Mazing‘ heißt, ist es aber sinnlos, dabei ein echtes Labyrinth zu bauen, denn die Gegner erkennen und nutzen immer den kürzesten Weg zum Ziel.

Anders als in den meisten anderen Tower Defense-Spielen gibt es in Bubble Tanks TD, angelehnt an die Flash-Shooter-Reihe Bubble Tanks, tatsächlich nur einen Grund-Turm, der dann durch Upgraden zu bis zu 15 verschiedenen Turm-Typen ausgebaut werden kann.

Hat man vier quadratisch aneinander grenzende Türme auf die höchste Stufe ausgebaut, kann man sie sogar zu einem ‚Mega-Tower‘ zusammen morphen. Ein solcher Mega-Tower kann in den meisten Levels einen Großteil der Gegner alleine aufhalten, denn er übernimmt alle Eigenschaften der eingebauten Türme, wobei sich deren Reichweiten, Feuer-Raten und Schaden, sowie eventuelle Bonus-Eigenschaften wie Flächenschaden oder ähnliches direkt zueinander addieren.

Natürlich kann man auch vier quadratisch aneinander grenzende Mega-Tower verbinden zu einem Mega-Mega-Tower. Da das aber sehr teuer ist und sehr viel Platz verbraucht, ist das nur bei aktiviertem Cheat-Modus oder in einigen speziellen Karten möglich, also freut euch nicht zu früh.

Die Gegner-Typen sind vielfältig und abwechslungsreich. Normale, schnelle, langsame aber gepanzerte und fliegende Gegner kennt man ja aus fast jedem Tower Defense-Spiel. Dazu kommen Gegner, die Eier legen, aus denen weitere Gegner schlüpfen und Gegner, die beim Tod in mehrere kleinere Gegner zerplatzen, die dann im Zweifelsfall auch mal durch eine Schwachstelle in der eigenen Verteidigung geschleudert werden. Dazu kommen mit 1.5 Gegner, die beim Sterben zu ‚Geistern‘, also fliegenden Gegnern werden, Gegner, die beim Tod alle Türme in der Nähe mit einer EMP-Welle kurzfristig außer Betrieb setzen, Gegner-Schwärme, die sich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen und Gegner, die für den Spieler unsichtbar sind und nur kurz sichtbar werden, wenn ein Turm sie anschießt.

Spiel-Konzepte
‚Was sollen denn Gegner bringen, die für den Spieler unsichtbar sind, für die Türme aber nicht?‘, ist jetzt natürlich eine berechtigte Frage. Tatsächlich bringen solche Gegner nur dann zusätzliche Schwierigkeit, wenn der Spieler Techniken wie das sogenannte ‚Juggling‘ einsetzt, also das abwechselnde Öffnen und Schließen verschiedener Pfade, um die Gegner mitten im Weg zum Umkehren zu zwingen.

Diese Technik ist bei den meisten Tower Defense-Spielen nicht so gerne gesehen, weil sie echte Taktik beim Platzieren der Türme durch reine Geschicklichkeit ersetzt. Bei Bubble Tanks TD gehört sie aber zum Standard-Repertoire. Da Türme direkt verkauft werden können, ja die einfachen Anfangs-Türme beim Verkauf sogar wieder vollständig rückerstattet werden, ist es hier besonders leicht, Juggling anzuwenden. Manche Level lassen sich sogar tatsächlich NUR mit Juggling schaffen. Tatsächlich wird diese Technik sogar in den Tutorial-Levels des Grundspiels erklärt.

Fazit
Bubble Tanks TD ist ein würdiger Nachfolger der Desktop TD-Reihe. Und die Version 1.5 wiederum ist eine sehr gute Erweiterung für das Grundspiel. Die neuen Türme und Gegner-Typen stellen im Großen und Ganzen eine neue Herausforderung dar.

Ich persönlich mag zwar kein Juggling und schon gar nicht dazu gezwungen werden, andererseits sind es ja zum Glück nur eine der neuen und eine der alten Karten, die tatsächlich nicht ohne lösbar sind, das lässt sich verschmerzen bei insgesamt 68 Karten. (Von denen 5 allerdings nur auf Armorgames.com, der Seite des haupt-Sponsors, zu spielen sind.)

Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Spiel.

Auf Kongregate gibt es zudem einen hard Badge, der jedem Spieler mit Kongregate-Account weitere 30 Kongregate-Punkte einbringt, wenn er die 15 neuen Levels schafft.