17. Oktober 2011 - 16:15
Silberdrache

Cursed Treasure: Level Pack! - Testbericht

Das Level pack ist genau das, was der Name vermuten lässt: 15 neue Level für das bekannte und beliebte Cursed Treasure: Don’t touch my Gems. Ein paar kleine Verbesserungen am Spiel wurden aber auch vorgenommen. Bevor jetzt jemand falsche Hoffnungen schöpft: Die Ninjas gibt es immer noch. Und sie sind immer noch genau so nervig.

Story
Na gut, was heißt schon Story? Der Spieler ist immer noch der Overlord über die Untoten, Orks und Dämonen und liebt es immer noch, seine Schätze in offenen Höhlen abzulegen, was natürlich eine ganze Reihe selbsternannter ‚Helden‘ anzieht, die meinen, sich daran bedienen zu können. Also muss man die Höhlen mit Türmen schützen. So einfach ist das.

Gameplay
Ein relativ standard-mäßig aufgebautes TD-Spiel. Es gibt drei Grundtürme, die Erfahrung sammeln, mit etwas Gold aufgewertet werden können und dann an einen Punkt kommen, wo sich jeder der Türme in zwei Richtungen spezialisieren lässt. Der Ork-Turm zum Beispiel gibt einem die Wahl zwischen Flächenschaden und der Chance auf kritische Treffer.

Anders als in anderen TD-Spielen gibt einem der Untergrund aber schon vor, welche Türme wo gebaut werden können: Orks bauen nur auf Wiesen, Untote nur auf Schnee und Dämonen nur auf Ödland. Nur auf Bergen bauen alle drei und Berge bringen auch einen enormen Bonus auf die Reichweite dort errichteter Türme, sind aber nur sehr selten.

Dazu gibt es drei Zauber, die einem helfen können: Der Abholzungs-Spruch entfernt Waldstücke und schafft so mehr Platz für Türme (und gibt später noch ein bisschen Gold dazu), der Frenzy-Spruch erhöht kurzfristig die Feuerrate aller Türme und der Meteor-Spruch macht lästigen Gegnern wie den Ninjas massiven Schaden.

Eine weitere Besonderheit im Vergleich zu anderen TD-Spielen, dass die Gegner ihr Ziel, die Höhle mit den Edelsteinen, nicht nur erreichen müssen, sondern die Edelsteine dann auch noch lebend zurück zum Eingang bringen müssen. Wird einer der ‚Helden‘ auf dem Rückweg getötet, lässt er den Edelstein an Ort und Stelle fallen. Allerdings wird es dann für nachfolgende Helden einfacher, ihn zu klauen, denn sie müssen nicht mehr den ganzen Weg gehen.

Erfahrung und Fähigkeiten
Der Spieler erhält für jedes Level Erfahrungspunkte, die er in einen der drei Fähigkeitsbäume investieren kann. Neben dem Bonus der jeweiligen Fähigkeit bekommen die Türme dann auch noch einen allgemeinen Bonus, je nachdem in welchen der drei Bäume man investiert hat. So erhöht jede Fähigkeit der Orks zusätzlich die Feuerrate um 1%, die Untoten die Reichweite und die Dämonen den Schaden.

Außerdem erhält der Spieler Bewertungen für sein Abschneiden im Level. Haben die Helden es zum Beispiel geschafft die Edelsteine zu erreichen, aber nicht, einen davon wirklich zu klauen, dann bekommt man einen silbernen Stern und die Wertung ‚Excellent‘. Ziel eines motivierten Spielers ist es deshalb natürlich nicht, alle Levels einfach nur zu schaffen, sondern in allen Level einen goldenen Stern und ‚Brilliant‘ als Wertung zu bekommen. Dafür dürfen die Helden die Edelsteine aber nicht mal berühren.

Was sonst noch zu sagen ist
Im Vergleich zum Grundspiel gab es nur wenige Änderungen. Es gibt immer noch die Ninjas, die abtauchen, sobald sie den ersten Schaden bekommen, und erst fünf Sekunden später mit etwas anderem als Flächenschaden verletzt werden können. Das erfordert weiterhin meistens einen Meteor, da fünf Sekunden häufig ausreichen, die Edelstein-Höhle zu erreichen.

Eine andere lästige Einheit aus dem Grundspiel wurde aber ‚entschärft‘. Hatten die Assasins im Grundspiel noch 50% Chance, jedem Angriff auszuweichen, widerstehen sie jetzt nur noch 30-90% des Schadens. Das klingt nach keiner großen Änderung, ist es aber. Denn eine 50%ige Chance, einem Angriff auszuweichen bedeutete auch, dass sie in der Hälfte der Fälle auch nicht von den Status-Effekten der Angriffe, also der Verlangsamung, der Verbrennung etc. betroffen waren. Da das jetzt anders ist, kann man gegen die Assasins deutlich taktischer und weniger Glücksbasierend vorgehen.

Fazit
Das Spiel ist recht solide gemacht und hat im Vergleich zum Grundspiel zwar wenige, aber entscheidende Verbesserungen. Allerdings ist es auch leichter als das Grundspiel und da ich das schon zu wenig herausfordernd fand, bin ich vom Herausforderungsgrad hier tatsächlich enttäuscht Außerdem muss man lange grinden, wenn man auch noch das letzte in-game-Achievment haben möchte (‚Maximize all the Skills‘)

Gerade dadurch, dass es recht einfach ist, ist es auf jeden Fall Einsteigern sehr zu empfehlen. Regelmäßigen TD-Zockern eher nur als kleine Nebenbeschäftigung oder Lückenfüller. Die Grafik ist schön und die Musik brauchbar.

Auf Kongregate hat das Spiel einen easy, zwei medium und einen hard- Badge und damit 65 Punkte.