17. Oktober 2011 - 14:08
Silberdrache

Protector IV.V - Testbericht

Protector IV.V ist ein offizielles Update zu Protector IV. Es bringt neue Quests und Storylines ins Spiel. Ansonsten ändert sich aber im Vergleich zur ‚Grundversion‘ nicht viel.

Story
Im Wesentlichen ist die Story die gleiche wie in Protector IV: Der Spieler wurde von seinem Bruder in das Königreich Arkandia geschickt, in dem es jede Menge Ärger gibt, um dort eine neue Söldnertruppe zu etablieren. Dabei wird er durch die erfüllten Aufträge langsam tiefer in die Verteidigung des Landes mit einbezogen.

Anscheinend hat ein Kult von verrückten Portale in die Welt der Dämonen geöffnet und der Spieler muss nun helfen, den Kult zu zerschlagen und die Dämonen zurück zu jagen. Allerdings ist das nur die Hauptstory und außer dem Königreich kann der Spieler auch Aufträge anderer Gruppierungen erfüllen.

Und genau hier kommen die neuen Storylines und Missionen. Unter anderem veranstaltet zum Beispiel die Legion of Tyria eine Drachenjagd. Das bringt zwar keine speziellen neuen Items, aber zumindest ein paar Talente.

Gameplay
Der Spieler beginnt das Spiel mit drei unterschiedlichen Helden, die jeweils zwei verschiedene Einheiten-Typen bauen können. Jeder Einheiten-Typ kann sich wiederum im Verlauf eines Levels mit auf drei verschiedene Fähigkeiten spezialisieren.

Weitere Helden kann der Spieler im Spielverlauf im Söldnerlager anheuern und bekommt dadurch Zugang zu weiteren Einheiten-Typen. Allerdings kann man für jeden Auftrag, also in jedes Level, nur drei von seinen Helden mitnehmen. Man muss sich also schon im Voraus entscheiden, welche Einheitentypen in dem Auftrag vermutlich am ehesten gebraucht werden. Dafür bekommt man eine kleine Vorschau vor dem Annehmen des Auftrags, an der man erkennen kann, mit welchen Gegner-Typen man es zu tun bekommt.

Die Einheiten werden dann auf der Karte platziert wie in den meisten TDs Türme und greifen entsprechend ihrer Fähigkeiten an: Ein Nahkämpfer haut auf vorbeilaufende Gegner ein, kann aber keine fliegenden Gegner treffen oder Gegner, die in einigem Abstand zu ihm vorbeilaufen. Fernkämpfer schießen auch auf entferntere oder fliegende Gegner. Die größte Reichweite haben in der Regel Magier-Einheiten.

Die Einheiten sammeln Erfahrung für jeden Gegner, den sie verletzen und können ab einer bestimmten Anzahl an Erfahrungspunkten mit ausreichend Geld aufgelevelt werden, wobei man ihnen jeweils eine Fähigkeit aus ihrem jeweiligen Fähigkeits-Baum geben kann. Dadurch können die einzelnen Einheiten individuell taktisch angepasst werden. Im Gegensatz zu zum Beispiel Protector: Reclaiming the Throne, dem zweiten Teil der Protector-Reihe, kann man aber das Element der Einheiten nicht selbst bestimmen, es ist jeweils durch das Element des Helden festgelegt.

Erfahrung und Gegenstände
So, wie die einzelnen Einheiten im Level Erfahrung sammeln, sammeln auch die zugehörigen Helden und der Spieler Erfahrung und steigen auf. Das gibt Punkte, die man auf Fähigkeiten verteilen kann. Während die Fähigkeiten des Spielers das ganze Spiel beeinflussen, beeinflussen die Fähigkeiten der Helden natürlich nur ihre eigenen zwei Einheiten, dafür in etwas höherem Maß.

Zusätzlich lassen manche Gegner Gegenstände fallen und es gibt auch welche in Shops zu kaufen. Jeder Held kann bis zu drei Gegenstände ausrüsten, die seine Fähigkeiten verbessern. Da man am Anfang noch sehr wenige davon hat, muss man häufig vor einer Karte die Gegenstände erst auf einen anderen Helden ‚umrüsten‘, später dagegen findet man so viele, dass der Verkauf zu eienr guten zusätzlichen Einnahme-Quelle wird.

Eine weitere Möglichkeit, seine Fähigkeiten zu verbessern, sind die ‚Talente‘. Wann immer man bestimmte Ziele erreicht im Spiel, zum Beispiel ein bestimmtes Level schafft, eine bestimmte Anzahl an Einheiten eines Typs gebaut hat oder die eigenen Einheiten eine bestimmte Fähigkeit ausreichend oft eingesetzt haben, bekommt man ein Talent, das einem dann zum Beispiel 5% mehr Chance gibt, Gegenstände zu finden oder ähnliches.

Außerdem gibt es noch die ‚Protectomons‘ zu sammeln. Ganz selten lassen Gegner einen davon fallen. Es gibt einen für jeden der 46 Einheiten-Typen im Spiel und wenn man einen hat, verstärkt er den Schaden dieses Einheiten-Typs.

Fazit
Das Spiel enthält recht wenige Neuerungen im Vergleich zu Protector IV und hat im Wesentlichen die gleichen Vor- und Nachteile. Es ist sehr komplex und ermöglicht ein recht taktisches Spiel. Wer aber bisher nur Protector 1-3 gespielt hat, könnte durchaus etwas enttäuscht sein, denn ohne die Möglichkeit, die Elemente seiner Einheiten selbst zu bestimmen, gehen natürlich ein paar taktische Möglichkeiten verloren.

Dadurch, dass es recht zufällig ist, welche Helden man anwerben kann und welche Einheiten-Typen die ‚dabei haben‘, spielt leider auch Glück eine gewisse Rolle. Und zwar eine Art von Glück, die sich nicht durch taktisches Geschick ausgleichen lässt. Das ist etwas schade.

Ansonsten ist das Spiel definitiv spielbar. Dadurch, dass man ab und an alte Levels wiederholen muss um Geld für neue Helden oder Gegenstände zu bekommen oder Erfahrungspunkte für sich und seine Helden zu sammeln wird es aber etwas unnötig in die Länge gezogen.

Auf Kongregate, dem Hauptsponsor der Reihe, gibt es ein exklusives Talent, das die Chancen auf das Finden von Gegenständen leicht erhöht. Außerdem gibt es einen hard Badge und damit 30 Kongregate-Punkte zu verdienen für diejenigen, die einen Account auf der Seite haben.